©AI-generiert - Sophia Lang-Erasimartikel
11. Juni 2026
Künstliche Intelligenz
Digitalisierung
Die KI-Welt gibt Gas und Roman genauso. Beim Mai-Update war wieder einiges los: neue Tools, große Moves von Google, Anthropic und OpenAI und ein paar Dinge, die man sich merken sollte. Hier der Überblick:
Geplant war 10x Wachstum, passiert ist 80x. Resultat: Die Nutzungslimits wurden gekappt, weil schlicht die Rechenpower gefehlt hat. Und die Lösung? Antropic (die Macher von Claude) kauft jetzt Kapazität beim ehemaligen Erzrivalen Elon Musk ein - für 1,25 Milliarden Dollar pro Monat.
Währenddessen hat Anthropic (die Macher von Claude) im Business-Bereich erstmals OpenAI überholt: 34,4 % der Unternehmen setzen auf Claude, nur noch 32,3 % auf ChatGPT. Der einstige Newcomer ist zum ernsthaften Konkurrenten geworden.
Was Anthropic außerdem gezeigt hat: ein Payroll-Plugin für Kleinunternehmen, das Lohnabrechnung, Monatsabschlüsse und Cash-Flow-Forecasts vollautomatisch erledigt. Für Europa wegen DSGVO noch Zukunftsmusik, aber das Bild ist klar: Das hier hat mit einem Chatbot nichts mehr zu tun.
Die Google I/O Entwicklerkonferenz war kein großer Knall, aber viele relevante Moves auf einmal.
Das Wichtigste zuerst: Das größte Suchupdate seit 25 Jahren. Was vorher "AI Overviews" hieß, wird jetzt zum Standard. Die Suche läuft künftig mit Gemini 2.5 Flash, ist vollständig multimodal (Input: Bild, Video, Audio, Text -> Output: KI-generiert) und verändert, was "Sichtbarkeit" überhaupt bedeutet.
Früher: Gut ranken = gefunden werden.
Künftig: Von der KI zitiert werden = gefunden werden.
Für Destinationen und Betriebe heißt das: klassische SEO verschiebt sich, Webseiten verlieren an Direktrelevanz und wer glaubt, ein paar Prompts an eine Agentur zu schicken reicht, täuscht sich. Das muss domänenspezifisch und strategisch angegangen werden.
Weitere Google-Highlights auf einen Blick:
Gemini 2.5 Flash -> aber teuer: Output-Tokens kosten 300 % mehr als beim Vorgänger. Ein Analyse-Durchlauf: früher 278 $, jetzt 1.552 $. Das "günstige Flash-Modell" ist Geschichte.
Gemini Omni & Google Flow: Videogenerierung mit konsistenten Charakteren über mehrere Szenen. Roman hat das live getestet: Ein Touristenpärchen durch Salzburg, Kärnten und die Donauregion ist konsistent und fotorealistisch.
Android-Apps per Prompt: Im Google AI Studio lässt sich jetzt eine vollständige Android-App aus einem einzigen Prompt bauen. Romans Test: eine Sprachnotiz-App mit Transkription, Kalender, Cloud-Sync, E-Mail-Zusammenfassung und Notion-Export. Entwicklungszeit: ~5 Minuten. Dann per USB aufs Handy, fertig.
Universal Card & Agentic Payment Protocol: Google baut seinen eigenen universellen Warenkorb. Direktkäufe aus der KI-Suche, aus YouTube-Videos, aus Voice Agents heraus. Für den Tourismus: Direktbuchungen direkt aus der KI-Oberfläche. Das Agentic Payment Protocol soll überall integriert werden.
Web MCP: Ab Chrome 149 wird Web MCP verfügbar: die Schnittstelle, die MCP (bisher Datenpipeline im Backend) nach vorne zum User öffnet. Ein weiterer Schritt Richtung vernetzter KI-Ökosysteme.
SynthID: Googles neuer Standard für unsichtbare KI-Wasserzeichen. Interessant für Destinationen, die echte Fotos als echt ausweisen wollen.
OpenAIs Realtime API 2.0 kann jetzt nicht nur Gespräche führen, sondern gleichzeitig transkribieren und in Echtzeit übersetzen. Man redet rein, der Output kommt in einer anderen Sprache live raus. Konkretes Tourismusbeispiel: Tourist-Info-Point.
Preislich aktuellnoch heftig, aber das wird sich ändern.
Noch einen Schritt weiter geht Thinking Machines Lab: Das Startup der ehemaligen OpenAI-CTO Mira Murati. Ihr Modell verschränkt Text, Bild, Video, Audio und Tool-Calls gleichzeitig und parallel: mehrsprachige Konversation, Live-Recherche und Grafikgenerierung in einem Atemzug. Sequenziell war gestern.
Wer ChatGPT Plus hat, hat Codex bereits dabei und nutzt wahrscheinlich noch nicht. Roman empfiehlt es besonders für Tasks, die im Hintergrund laufen sollen, während man selbst weitermacht. Auch für hübschere PDFs angeblich besser als erwartet. Einfach mal reinschauen.
Ab 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten:
Sicher: Wer Chatbots oder KI-gestützte Kommunikation im Kundenkontakt einsetzt, muss das offenlegen.
Noch unklar: Ob KI-generierte Inhalte (Texte, Bilder) generell gekennzeichnet werden müssen - auch ohne Täuschungsabsicht. Romans Leseweise: ja. Aber Rechtsexpertise einholen.
Gute Nachricht: Der AI Omnibus hat viele Fristen nach hinten verschoben, weil KMUs schlicht überfordert waren. Aber: Prokrastinieren lohnt sich trotzdem nicht.
Artikel 4 ist gefallen: Die Pflicht, einzelnen Mitarbeitern nachweisbare KI-Kompetenz zu bescheinigen, wurde gestrichen. Geblieben ist eine Bemühenspflicht: Schulungen dokumentieren, Sorgfaltspflicht ernst nehmen.
Neue Pflicht: KI-Systeme im Kundenkontakt müssen Interaktionen und Entscheidungswege 6 Monate lang protokollieren. Spannung mit der DSGVO ist vorprogrammiert.
Roman hat einen DGX Spark (lokaler KI-Rechner) im Test. Ziel: Modelle wie Gemma 4 vollständig lokal laufen lassen - ohne Cloud, ohne DSGVO-Kopfschmerzen. Erfahrungsbericht folgt beim nächsten Update.
Ehrlich gesagt: dieser Call hat mich wieder mal zum Nachdenken gebracht. So viel passiert gerade und vieles davon ist näher an unserem Alltag als man denkt. Echtzeit-Übersetzung am Tourist-Info-Point, Buchungen direkt aus der KI-Suche, Apps in fünf Minuten. Roman macht das greifbar und genau das brauchen wir.
Was denkt ihr ist aktuell am relevantesten? Schreibt es gerne in die Kommentare. Bin gespannt :)